Rico, Oskar und die Tieferschatten ist eingeladen zu HART AM WIND 3.0 !
Beim 3. Norddeutschen Kinder- und Jugendtheaterfestival (vom 02. bis 06. Mai 2012 in Göttingen) wird eine Auswahl von herausragenden Produktionen der Stadt- und Staatstheater sowie der professionellen Freien Theater aus ganz Norddeutschland gezeigt. Wir freuen uns!
Rico, Oskar und die Tieferschatten
Berlin, Kreuzberg: Alles beginnt mit einer Nudel. Die liegt eines Tages einfach so auf dem Gehweg vor Ricos Haus. Und plötzlich taucht da Oskar auf, der Junge mit dem Sturzhelm. Was versteckt Fitzke in seiner Wohnung - und: Wer ist der Bühl? Der Aldi-Erpresser hat schon wieder ein Kind entführt. Die Bingokugeln in Ricos Kopf beginnen zu rotieren... Klingt wie ein Krimi? Ist auch einer. - Und die Geschichte einer wunderbaren Freundschaft, die auf eine harte Bewährungsprobe gestellt wird.
Die Inszenierung möchte - wie Steinhöfels Roman auch - Mut machen, das eigene Anderssein als Stärke zu begreifen - egal, was die anderen sagen: Die große Mitte der Angepassten, Stromlinienförmigen ist grau. Am Rand sitzen die Paradiesvögel. Und wenn sie sich finden, wird es auch bei ihnen warm und sicher.
Ricos Welt wird nicht durch Ritalin und sozialpädagogische Sonderprogramme in das, was die Anderen für Ordnung halten, gebracht. Sie bleibt wie sie ist: mit ihren eigenen Farben, ihrer Fröhlichkeit, Verrücktheit und Empfindsamkeit - aber auch mit ihren tief empfundenen Mängeln und Traurigkeiten.
Die Figuren bleiben wie sie sind und wer sie sind. Was am Ende der Geschichte anders ist, sind vorallem die Beziehungen der Menschen:
Ein Stück Vereinzelung und Einsamkeit ist überwunden, eine Insel der Freund-schaft und des Vertrauens ist gewonnen - und ein echter Kriminalfall gelöst.
Das TzdD braucht für seine Inszenierung nicht mehr als ein paar wenige Requisiten, um in dem überraschend wandelbaren Bühnenbild von der Großstadt-Skyline auf das Fernsehsofa der rührigen Frau Dahling oder an die Wohnungstür des rätselhaften (und übelriechenden) Herrn Fitzke zu gelangen.
Schauspiel, Musik und Figurenspiel greifen ineinander, machen Ricos Welt und sein Innenleben sichtbar - und übersetzen den Wortwitz und die bestechende Situationskomik der Romanvorlage in temporeiche Szenen und Dialoge.